Abermillionen Objektive

Im April erreichte Nikon einen beeindruckenden Rekord und beging damit zugleich einen bemerkenswerten Meilenstein in der Firmengeschichte - die Fertigung des 60-millionsten NIKKOR-Wechselobjektivs. Eine beeindruckende Zahl, zu der Profifotografen wie auch Fotoamateure ihren Teil beitrugen. So wurden, wie aus Unternehmenskreisen verlautet, allein in den vergangenen sieben Monaten fünf Millionen Objektive (!) gefertigt, nachdem die Gesamtzahl aller jemals produzierten NIKKORE im August 2010 die 55-Millionen-Marke erreicht hatte. Die Objektivpalette reicht dabei vom lichtstarken, 10,5 mm Fisheye über das Hochleistungs-Weitwinkel AF NIKKOR 14 mm 1:2,8, diverse Zoom- und Makroobjektive bis hin zum Superteleobjektiv mit 500 Millimetern Brennweite am anderen Ende der Skala. Zudem stehen verschiedene Telekonverter, die die Brennweite um den Faktor 1,4 oder 1,7 verlängern (oder gar verdoppeln können) zur Verfügung.


Bei den Gehäusen unterscheidet das Unternehmen selbst zwischen Bodys für den Profi (beginnend mit der D 300 s) und den so genanten Consumer-Modellen mit der D 90 und der D 7000 (beide mit Video-Funktion) an der Spitze. Wobei diese Einteilung die Realität natürlich nicht immer widerspiegelt. So gibt es durchaus gut-betuchte Amateure, die sich ein Flaggschiff aus der 2 oder 3 er Serie zugelegt haben. Ebenso wie man Pressefotografen findet, die mit einer D 90 (zumindest als Zweitgehäuse) im Gepäck unterwegs sind.

Bei vielen übrigens nach wie vor begehrt: Die analoge F 6, eine Profi-Spiegelreflexkamera für Negativ oder Dia mit stabilem Metallgehäuse. Serienaufnahmen mit 5,5 Bildern pro Sekunde inklusive. Steigerung auf 8 Bilder/s mit dem optionalen Multifunktionshandgriff jederzeit möglich. Wobei die Robustheit der Profimodelle (auch der digitalen) in der Tat beeindruckend und legendär ist: “Die Nikon, das Arbeitspferd unter ihren Kameras, war Kummer gewohnt. Regen machte dem schwarzen Präzisionsgerät nichts aus, hatte es doch den feinen Sand der Sahara ebenso überstanden wie fünfzig Grad minus beim Pipeline-Bau in Sibirien.” So stand es bereits vor etlichen Jahren im Jerry Cotton-Krimi “Die Kampfmaschine”. Und tatsächlich sind es völlig andere Gründe, die Ann O`Corrigan auf dem heißen Pflaster New York zum Schwitzen bringen …

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