Was ist WebP?

Google versucht ein neues Bildformat zu etablieren namens WebP (ausgesprochen “weppy”). Es soll kein hochqualitatives Format sein, sondern soll wie JPEG eine bestmögliche Komprimierung einer Bilddatei ermöglichen. Dabei setzt sich WebP als Ziel auf ähnlicher Qualität wie JPEG eine viel kleinere Datengröße zu ermöglichen. In Sachen Bildformate hat sich in den letzten Jahren weniger getan, umso interessanter ist es zu beobachten, dass wieder ein wenig Bewegung geschieht.

WebP gibt es seit 2010, gerade ab Mai 2011 hat es wieder einige Verbesserung durchgemacht. Im Vorjahr stand WebP noch in starker Kritik, da das Format nur 4:2:0-Farbunterabtastung anbietet um Gegensatz zu JPEG, dass auch 4:2:2 und 4:4:4 hat. Die Farbunterabtastung ist ein Verfahren, die Farb- und Helligkeitsinformationen unabhängig voneinander zu speichern um Datengrößen zu verringern. JPEG bietet mit 4:2:2 und 4:4:4 auch Möglichkeiten Bilder höherwertig zu speichern, was WebP fehlt. Diese Kritik ist immer noch aktuell. WebP setzt sich als Ziel Photos von niedriger Qualität möglichst speicherplatzgünstig zu speichern. Somit ist der Anwendungsbereich von WebP anders als JPEG, denn JPEG ist weniger eingeschränkt, wenn auch weniger gut in der Kompression. So gesehen wird WebP meiner Meinung nach JPEG nicht ersetzen können.

Google plant jedoch einige Verbesserungen wie die Unterstützung von Transparenz und auch das verlustfreie Speichern von Bildern. Noch sind diese Verbesserungen nicht umgesetzt, doch sollte dies passieren hat Google gute Chancen ein gutes Bildformat zu kreieren. Vorraussetzung hierfür wäre aber, dass das Format auch grundlegende Unterstützung von Anwendungen und verschiedensten Online Seiten bekommt.

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