Vor- und Nachteile von Opera 11

Ein weiterer bekannter, aber teilweise unterschätzter Browser ist Opera. Gerade Firefox Nutzer könnten den Browser mögen, da er viele Funktionen von Haus aus mitbringt, die Firefox Nutzer schätzen. Opera ist schon sehr lange auf dem Markt, trotzdem hat es der Browser nie geschafft sich durchzusetzen oder sich einen ähnlichen Status zu erarbeiten wie der Mozilla Firefox. Früher gab es zwei Varianten des Browsers: Eine kostenlose, aber mit Werbung bestückte Variante und eine kostenpflichtige Version. Nun ist die Nutzung des Browsers jedoch schon seit einigen Jahren völlig kostenlos und werbefrei, denn Opera finanziert sich hierbei einerseits durch Unternehmen, deren Seiten als Lesezeichen in den Voreinstellungen auftauchen (merkt man nach der ersten Installationen) oder durch Anpassungen für verschiedene Geräte. So nutzen zum Beispiel die Nintendo Wii, Nintendo DS und Nintendo 3DS einen Opera Browser. Doch welche Vorteile hat der Browser überhaupt? Erfährt dies alles in diesem Blogeintrag.

Vorteile:

  • Eierlegende Wollmilchsau: Dieser Name trifft wohl wie die Faust aufs Auge. Seit Version 11 gibt es zwar bei Opera die Möglichkeit von Plugins, doch der Browser hat viele Funktionen schon als Standard eingebaut: Speeddial (Schnellwahl), einen Downloadmanager der abgebrochene Downloads fortsetzen kann, integrierter email Client (Opera Mail), eine anpassbare Suchmaschineneinbindung in der Adressleiste, Mausgesten, Sprachsteuerung, Entwicklerwerkzeuge, Rechtschreibprüfung, Tabstacking und einige weitere Punkte, zwei davon werden noch im Folgenden angeführt werden.
  • Opera Unite: Als ich auf Opera gewechselt habe, habe ich diese Funktion eher wenig Beachtung geschenkt, und auch jetzt nutze ich sie noch zu wenig: Doch Opera Unite ist nicht zu unterschätzen: Opera bietet mit dieser Funktion unter anderem die Möglichkeit Daten (wie Bilder, Musik oder Dokumente) auszutauschen. Diese sind für andere Personen (einzig ein Browser ist Voraussetzung) zugreifbar, wenn sie die entsprechende Webadresse kennen - Sie müssen hierfür selbst nicht Opera besitzen. Die Daten können z.B. über ein Passwort geschützt werden. Auch könnte man Opera Unite als Web Server verwenden (ohne PHP und MySQL). Ich persönlich nutze den Datenaustausch von Opera.
  • Opera Link: Mit dieser Funktion können Lesezeichen, eingetippte Adressen, Notizen und weiteres zwischen verschiedenen Computern und Geräten synchronisiert werden. Hierfür muss lediglich ein Benutzer Account erstellt werden: Dies funktioniert sowohl mit Opera Mini, als auch mit Opera Mobile für ein Android Handy.
  • Geschwindigkeit: Auch Opera gilt in verschiedenen Benchmark Tests als schneller Browser. Zusätzlich besitzt Opera die einzigartige Funktion Opera Turbo um die Performance bei schlechten Verbindungen zu verbessern. Hierfür werden Seiten über einen Proxyserver geleitet, der Webseiten bis zu 80% komprimieren kann. (Beachte: Auch Bilder werden komprimiert, und haben meist dadurch eine geringere Auflösung.)
  • Anpassbarkeit: Opera ist eigentlich sehr gut veränderbar, egal ob man nun Leisten oder Tabs an anderen Positionen oder sie verschwinden lassen will. Opera besitzt auch die Möglichkeit einige Plug-Ins (wie z.B. AdBlock) hinzuzufügen. Doch auch diejenigen, die es schlicht mögen, können ihren Browser dementsprechend anpassen und alle Funktionien, die sie nicht benötigen nicht anzeigen lassen. Natürlich besitzt Opera auch die Möglichkeit verschiedene Themes einzubauen.
  • Sicherheit: Opera besitzt automatisch wie andere Browser einen Schutz gegen Malware und bekannte Täuschungsseiten (den gleichen Filter benutzen auch Firefox und Chrome). Die eigenen Internetspuren zu löschen erfordert drei Klicks und ist über Extras schnell und einfach umgesetzt.
  • Ressourcenschonend: Obwohl man mit relativ vielen Funktionen gleichzeitig unterwegs ist, bleibt Opera (relativ) schonend für den Arbeitsspeicher.
Nachteile:
  • Kompatibilität: Opera ist nicht weit verbreitet, dementsprechend wird er auch von vielen Programmierern bei der Webseiten Erstellung nicht beachtet. Warum Opera weniger verbreitet ist, als andere Browser ist schwer zu sagen. Firefox entstand zu der Zeit, als Opera teilweise noch kostenpflichtig war, daher konnte sich Firefox einen besseren Ruf erwirtschaften, da dieser keine Werbung hatte. Für die schlechtere Darstellung ist vor allem Opera’s Web Browser eigene Engine Presto verantwortlich, die hauptsächlich von Opera verwendet wird. Achtet nun ein Webseiten Ersteller nicht auf die Darstellung verschiedener Browser, und vergisst so z.B. bestimmte Werte zu definieren, greift die Engine eines Browsers auf ihre Default Werte zurück: Und diese sind im Falle von Presto teilweise anders als bei anderen Engines.
  • Keine Hardwarebeschleunigung: Chrome hat es. Internet Explorer auch. Und Firefox ebenso. Leider fehlt es Opera 11 an Hardwarebeschleunigung. Erst in Version 12 planen die Entwickler eine Hardwarebeschleunigung einzubauen. Obwohl also Opera in vielen Bereichen gleich schnell ist wie die Konkurrenz, bekommt Opera bei komplexeren Berechnungen mehr Probleme.
  • Kein Open Source: Im Gegensatz zu Firefox haben es hier die Entwickler nicht ganz so einfach: Sicherheitslücken sind so schwieriger zu finden. Auch verhindert vermutlich die Closed-Source Mentalität die Verbreitung des Browsers - Opera ist eben eine Firma.
Fazit
Wer mit Opera surft, dem muss eines klar sein: Du surfst mit einer Minderheit. Das hat auch seine Nachteile, so werden manche Seiten nicht schön dargestellt und so braucht die Entwicklung mancher Bereiche (Hardwarebeschleunigung z.B.) länger. Wer jedoch mit den vielen Funktionen von Opera zu recht kommt, wird seine Freude haben. Opera ist ressourcenschonend und sehr individuell anpassbar an der Oberfläche. Nutzer von Opera Mini und Opera Mobile werden zusätzlich mit Opera Link ihre Freude haben beim Synchronisieren ihrer Lesezeichen und besuchter Seiten.

Quelle: Opera

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