Die Zukunft kommt ohne Flash

Nach wie vor spielt Flash eine dominierende Rolle in der Internet-Welt. Vor allem wenn es um das Einbinden von Audios & Videos, oder dem Gestalten dynamischer Webseiten geht. Doch dunkle Wolken zeichnen sich am Flash-Himmel ab. Und das nicht erst seitdem Steve Jobs das Aus für das viel genutzte Format prophezeite.

Das Logo von Flash.
Quelle: digitaltrends.com
Wenn ein Mann in seiner Position sich zu solchen offenen Worten verleiten lässt, wird wohl durchaus etwas dran sein. Natürlich: Die Zahl der Webseiten-Aufrufe von Smartphone und Tablet-Nutzern steigt stätig, und von denen nutzen etwa 65 bis 70% Produkte aus dem Hause Apple. Eben jene Produkte unterstützen Flash aber nicht.  Da müssen sich Webmaster schon gut überlegen, ob sie nicht lieber weitestgehend auf den Einsatz von Flash verzichten wollen. Grund genug also an einer langen Existenz von Flash im World Wide Web zu zweifeln. 

Allerdings wäre es absolut falsch das vielleicht baldige Ende von Flash dem Apple-Konzern in die Schuhe zu schieben. Dass Apple darauf verzichtet iPhone und iPad Flash-fähig auszuliefern hat durchaus andere Gründe, als bloße Apathie. Flash ist beispielsweise die häufigste Ursache für Browser-Abstürze.

Die Inhalte von Flash-Scripten können von den Ranking-Bots der Suchmaschinen nicht gelesen werden. Daher bleibt der Inhalt unerkannt und fließt nicht in die Bewertung der Webseite mit ein. Spielereien wie ein Flash-Intro oder ein Drop-Down-Menü im Flash-Format sind zwar durchaus ansehnlich, aber für eine Webseite mit Ranking-Ambitionen einfach nur ein Schuss ins eigene Bein. Spätestens seit sich Java mit Libraries wie jQuery so gut entwickelt hat, ist der Einsatz von Flash für eine dynamische Webseite auch gar nicht mehr nötig. Ganz im Gegenteil: Java-Skripte bieten sogar sehr viele Vorteile. Und kann mit der Darstellung dynamischer Elemente wie komplexer Drop-Down-Menüs mehr als nur mithalten.
 
Aber nicht nur Java entwickelt sich weiter. Das Komplettpaket von HTML5, CSS3 und eben Java machen Flash den Gar aus. Das Flash zu sehr hinterher hinkt sah dann wohl auch Adobe ein, und kündigte offiziell an, dass das Format nicht weiterentwickelt werde. Eine der bekanntesten Flash-lastigen Webseiten ist momentan noch YouTube. Google will aber noch dieses Jahr eine Flash-freie Version an den Start bringen. Das sollte auch den letzten Zweiflern deutlich machen, dass sich die schnelllebige Welt der Programmierstandarts zusehends von Flash verabschiedet.
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